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16.11.2010

Elektrohandwerk warnt vor Umrüststau

2012 endet die analoge Programmverbreitung über den Satelliten

Am 30. April 2012 endet die analoge Programmverbreitung über den Satelliten. Bis zu 6 Millionen Haushalte müssen deshalb nachrüsten, um in anderthalb Jahren nicht „schwarz zu sehen“.

 

Es gab bereits mehrere Termine, zu denen die analoge Übertragung der Fernsehsignale abgeschaltet werden sollte. Sie wurden jedoch immer wieder verschoben. Nun wird am 30. April 2012 ernst gemacht. An diesem Tag werden ARD und ZDF sowie viele private Sender ihre analogen Programme für Deutschland abschalten und nur noch digital senden.

 

Bis zu sechs Millionen Haushalte sind nach Erhebungen des Marktforschungsinstituts GfK aktuell von der Abschaltung des analogen Satellitensignals betroffen. Das sind etwa ein Drittel aller Satellitenhaushalte in Deutschland. Vor allem in ländlichen Regionen sind die analogen Empfangsanlagen verbreitet. Die Fachbetriebe der elektro- und informationstechnischen Handwerke befürchten gemeinsam mit den Partnern aus Industrie und Handel einen mächtigen Andrang bei der Umrüstung auf den letzten Drücker. Von der Abschaltung nicht betroffen sind Haushalte, die ihre Programme digital über Kabel, DVB-T, Internet (IPTV) oder digitale Satellitenanlagen empfangen.

 

Rund 16.000 Umrüstungen pro Tag notwendig

 

Bis Ende April 2012 sind mehrere Millionen digitaler Geräte zu produzieren, auszuliefern, zu verkaufen und zu installieren. Im Schnitt sind rund 16.000 Umrüstungen pro Tag notwendig, damit pünktlich bis zum Abschalttermin alles gelaufen ist. Für den Umbau müssen Handwerker aufs Dach steigen, Teile ab- und anbauen und teils auch Kabel neu verlegen. Je nach Witterungsbedingung können solche Arbeiten stark behindert werden.

 

Um die Fernsehprogramme digital empfangen zu können, reicht es nicht aus, die Satellitenantenne umzurüsten. Es muss auch ein digitaler Satellitenreceiver meist in Form einer Set-Top-Box vor den Antenneneingang des Fernsehgerätes geschaltet werden. Moderne Fernsehgeräte können diese Funktionalität auch bereits enthalten.

 

Die E-Handwerke empfehlen daher dringend, sich beim Fachbetrieb über den aktuellen Stand zu informieren und wenn nötig, die Anlage durch ihre Spezialisten technisch umrüsten zu lassen. Sie gewährleisten ebenso eine schnelle Programmierung des digitalen Sat-Receivers.

 

Damit die Zuschauer unkompliziert herausfinden können, ob der Fernsehempfang schon auf die moderne digitale Übertragung umgestellt ist, haben viele Sender die Videotextseite 198 eingerichtet. Wer sie aufruft, erfährt binnen Sekunden, wie das Programm seines TV-Geräts empfangen wird: analog oder digital.

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