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07.11.2019

Das Smart Home und Künstliche Intelligenz

Beim zehnten gemeinsamen Auftritt von VDE, ZVEH und ZVEI zeigte das „House of Smart Living“, was heute technisch möglich ist.

Die IFA in Berlin zieht seit Jahren auch Hersteller aus dem elektrotechnischen Fachvertrieb an. Unterhaltungselektronik passt blendend zum Smart Home. Busch-Jager und Rademacher sind Beispiele für Hersteller, die in diesem Jahr in Berlin ausstellten.

Tradition hat in diesem Bereich auch der gemeinschaftliche Auftritt von VDE, ZVEH und ZVEI: Bereits zum zehnten Mal waren die Elektroverbände auf der Funkausstellung mit einem gemeinsamen Messestand vertreten. Die Wirtschaftsinitiative Smart Living nutzt diese Plattform ebenfalls, um sich hier zu präsentieren.

Mittelpunkt des Auftritts war 2019 das 100 Quadratmeter große „House of Smart Living“ der Elektrohandwerke. Dieses wurde für den diesjährigen Messeauftritt wieder um einige neue Anwendungen erweitert. Im Vordergrund stand dabei die Verknüpfung von Künstlicher Intelligenz (KI) mit smarten Technologien – zum Beispiel im Bereich der Gesundheitsvorsorge sowie im Energiemanagement.

Verknüpfung mit Künstlicher Intelligenz

Gezeigt wurde zum Beispiel eine das gesamte Gebäude einbeziehende Energieversorgung, über die ein großer Teil der Heizenergie eingespart werden kann, ohne dass zusätzliche Maßnahmen an der Gebäudehülle vorgenommen werden müssen. Möglich wird das unter anderem durch die Auswertung des Nutzerverhaltens und die Einbeziehung von Wetterdaten. Über die Verknüpfung mit KI kann so ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden.

Ein weiteres Anschauungsbeispiel, das auf großes Besucherinteresse stieß, war im Bereich der Gesundheitsvorsorge zu sehen: eine KI-gestützte Atemluftmessung für an Diabetes erkrankte Personen, die bei in der Schlafphase auftretenden kritischen Werten Alarm schlägt.

Die TV-Sender und die Datensicherheit

Erfreulich hoch war bei der IFA 2019 nicht nur das Publikumsinteresse. Auch die Medien gaben sich gleichsam die Klinke in die Hand. Das Team vom ARD-Morgenmagazin nutzte das Haus der Elektrohandwerke an drei Tagen als Kulisse für die Frühsendung und präsentierte von hier aus IFA-Innovationen. Der Sender „n-tv“, ein Schweizer Sender sowie ARD „Aktuelles“ filmten ebenfalls im House of Smart Living.

Dabei gelang es laut ZVEH, die Medien für das Thema Datensicherheit zu sensibilisieren. Denn bei dem integrierten Sprachsteuerungssystem bleiben alle Daten im Haus und werden – anders als bei Siri, Alexa und Co. – nicht in der Cloud gespeichert.

Nachwuchsförderung inklusive

Wenn es ums Wohnen geht, ist die Zukunft smart. Doch wie denkt die Schüler-Generation „Fridays for Future“, die regelmäßig für den Klimaschutz demonstriert, über smarte Technik? Was wünscht sie sich für die Zukunft? Wo würde sie sich mehr Unterstützung von der Politik wünschen? Diesen Fragen ging Moderatorin Katie Gallus bei einer Podiumsdiskussion der Wirtschaftsinitiative Smart Living nach. Mit dabei: eine Klasse des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums aus Königs Wusterhausen, Preisträger des letztjährigen Video-Wettbewerbs „Smart Living“ der Elektrohandwerke, sowie ZVEH-Technikexperte Daniel Erdmann. Am Ende der angeregten Diskussion war klar: Die Digitalisierung bietet – auch aus Sicht der Jugend – viele Chancen, nicht zuletzt mit Blick auf eine nachhaltige Energienutzung.

Auch beim Auftritt des YouTubers Alexander Straub ging es darum, den Nachwuchs für smarte Technik und die Vielseitigkeit der Elektrohandwerke zu begeistern. Der bekannte Zauberkünstler schaute am Sonntag auf der IFA vorbei und ließ sich im House of Smart Living zeigen, welche Annehmlichkeiten ein vernetzter Haushalt bietet. Dabei staunte Straub nicht schlecht: Denn in dem smarten Modellhaus bewegten sich – ganz ohne Tricks bedarf – nicht nur Schränke wie von Zauberhand.

Straub zeigte sich beeindruckt und führte vor laufender Kamera vor, was ein smarter Haushalt seinen Bewohnern in punkto Sicherheit, Komfort und Energieeffizienz zu bieten hat. Zu sehen sein wird sein Auftritt im E-Zubis-Kanal auf YouTube www.youtube.de/ezubis.

An der technischen Ausstattung wird beim „House of Smart Living“ ständig weiter gearbeitet. Auf der Light+Building im nächsten Frühjahr wird der neueste Stand zu sehen sein.

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